Aargauer Kantonalturnfest Brugg-Windisch 2011
Das diesjährige Turnfest begann etwas anders. Während Schminken und Frisieren für die Gymnastikgruppe fast schon ein Vor-Wettkampfteil ist, war der Treffpunkt 9.00 Uhr in der Turnhalle für die “Nur“-Damenrieglerinnen eine Premiere. Passend zum Gymnastikthema Schellenursli sollten seitliche Bauernzöpfe unsere Häupter schmücken. Geflochten wurde im Akkord, und auch wenn’s bei einigen mehrere Anläufe brauchte sass schlussendlich bei allen die Frisur. Ähh, nicht ganz, da ist doch was seiten-verkehrt?!? Naja, ein Ausrutscher kann akzeptiert werden:-) Schwerer fiel hingegen das Akzeptieren von Alexs Hiobsbotschaft, dass wir nicht in der ersten Stärkeklasse starten werden. So lag also dieses Jahr kein Turnfestsieg für Bözen drin, aber wer weiss, vielleicht ein Platz auf dem Treppchen in der zweiten Stärkeklasse? 10.30 Uhr ging’s dann los, mit unserem Gepäck bestiegen wir das Extra-Poschti nach Brugg. Nachdem wir unser Biwack gleich beim Stadioneingang eingerichtet hatten, teilte sich unsere Gruppe, Gelände auskundschaften, Wettkämpfe verfolgen oder einfach nur Faulenzen war angesagt.
Nach dem Mittag starteten auch wir in unseren Wettkampf, Schulstufenbarren in der Mülimatt. Die Übung war gut gelungen. Wir eilten zurück zum Biwack, umziehen, einturnen und schon erklang die Musik vom Schellenursli. Auch hier verliessen wir den Platz mit einem guten Gefühl. Während die Gymnastikgruppe sich auf ihren 3. Wettkampfteil vorbereitete, verbrachten die anderen die Zeit wieder mit Zuschauen und Faulenzen. Zwischenzeitlich erfuhren wir auch unsere Gerätenote: 8.83. Alle waren erfreut, auch Babses Ziel von 8.8 war geschafft. Genau so erfreulich ging’s weiter, ein Team filmte für J + S die Reifübung der Gymnastikgruppe und anschliessend erfuhren wir die Schellenursli-Note: 9.68!!! WOW!!!
Pünktlich zu unserer Esszeit, 17.30 bis 18.00 Uhr, standen wir in der Warteschlange. Obwohl sehr viele Sitzplätze vorhanden waren reichte es nicht für uns und wir setzten uns in einem Kreis auf den Boden. Das Essen war super, Geschnetzeltes mit Gemüsereis oder Älplermakronen – einfach in der richtigen Reihe anstellen:-). Frisch gestärkt machten wir uns auf zum Schlafplatz, direkt an der Aare, auf dem Kiesplatz. Für uns kein Problem, wir hatten ja alle unsere Liegemätteli eingepackt. Inzwischen drang auch die Note für die Reifübung der Gymnastikgruppe bis zu uns durch, 9.56, super!!!
Nun konnte das Fest beginnen, traditionell mit Melone und Schnupf. Nach und nach machten sich kleine Grüppli auf zum Festgelände. Ein Zelt als Festmittelpunkt suchte man/frau vergebens, dafür gab’s verschiedene kleinere Zelte und Wagen. Immer wieder traf man auf bekannte Gesichter und tauschte aus wo was laufe. Dann hiess es plötzlich, Alex hätte eine SMS bekommen, dass wir zur Siegerehrung erscheinen müssten, der Rang wurde aber nicht verraten. ABER, Iphone sei dank, die Ranglisten waren ja schon online!?! Tja, so wussten wir Bescheid und feierten unseren 1. Rang in der zweiten Stärkeklasse. *Ende gut, alles gut*
Um Mitternacht stand der Feuertanz mit Josef Stenz auf dem Programm. Der Bündner Feuerartist stand bei “die grössten Schweizer Talente“ im Finale. Aber wie könnte es anders sein – am Turnfest – zwei Flitzer boten zwischendurch kurz ihre eigene Show:-).
Früher oder später fanden dann alle den Weg zu unserem Schlafplatz oder einer anderen Schlafgelegenheit. Für Turnfestverhältnisse hatten glaub alle sehr gut geschlafen. Auch war am Morgen genügend Warmwasser zum Duschen vorhanden, purer Luxus:-) - Frühstücken, Schlafplatz räumen, und schon war’s Zeit für die Schlussfeier. Die rund zweistündige Feier wurde durch die Premiere der Grossgruppenvorführung Gymnaestrada mit ca. 800 Turnenden, unter dem Motto “Typisch Schwiiz“, eröffnet. Weiter ging’s mit verschiedenen Turndarbietungen und natürlich der Rangverkündigung.
Der Nachmittag / Abend lässt sich gut zusammenfassen, Apéros und Party:
Sternen Bözberg (Apéro inkl. feiner Flammkuchen)
Bären Bözen (Apéro) – wir haben ja noch Zeit:-)
Zinggen (Apéro) – wieder im Zeitplan
Marsch durch Bözen
Post (Apéro und Abendessen – wie geplant)
Als wäre bekannt gewesen, dass wir keine Turnerinnen zum Taufen hatten, war der Brunnen ohne Wasser. Nichts desto trotz machten einige auf dem Nachhauseweg noch Bekanntschaft mit dem kühlen Nass. Der TV Hellikon hatte auf seinem Nachhauseweg einen Stopp im Bären eingelegt und legte strenge “Passierregeln“ entlang der Hauptstrasse fest, speziell für Mitglieder der Damenriege Bözen. Ausschnitt aus dem Turnfestbericht der Helliker: „Unser Profiringer Michi nutzte die Pause um der Damenriege Bözen zu zeigen, dass man im Dorfbrunnen auch hervorragend baden kann. Er machte es sich zur Aufgabe, jede Frau persönlich in das kühle Nass zu begleiten.“
Kommentar dazu:
- wir wissen, dass man/frau im Dorfbrunnen baden kann!
- es war längstens nicht jede Frau! - ein bisschen grössenwahnsinnig, der Profiringer:-)
Nicole