Das etwas andere, spezielle Turnfest in Maienfeld am 3. und 4. Juli 2010

Zuerst möchte ich betonen, dass der Titel nicht negativ zu verstehen ist. Wie verbrachten ein super Weekend im Bündnerland, jedoch etliche Zwischenfälle stellten unsere Flexibilität auf die Probe. Aber nun schön der Reihe nach.
Die Geschichte beginnt bereits vor dem Turnfestwochenende:

  1. Unsere Startzeit wurde sehr früh angesetzt und wir hätten uns ca. um 5 Uhr auf den Weg machen müssen. „Zum Glück“ (oder auch nicht, stellt sich später heraus) konnte die Startzeit auf 12.30 Uhr verschoben werden.
  2. Beinahe hätten wir verpasst Frühstück zu bestellen, da wir immer noch auf eine erfolgreiche Auslosung des Zmorgenbuffet-Wettbewerbs hofften, jedes Vereinsmitglied hatte die Chance für den Verein einen Sonntagbrunch zu gewinnen. Die Hoffnung auf den Preis aufgegeben bestellten wir noch die Frühstückbons, doch eine Woche später erhielten wir die tolle Nachricht, dass Daniela für uns gewonnen hatte und wir am Sonntag zum Brunch eingeladen werden. Ypee und super gmacht Dane!!!

Am Samstagmorgen also holte uns der Car in Bözen ab und gemeinsam mit dem FTV machten wir uns auf den Weg nach Maienfeld. Alles schien glatt zu laufen, doch plötzlich: Stau auf der Autobahn. Erste Vermutungen deuteten auf einen stockenden Verkehr hin, doch leider nein, wegen einem Unfall verlängerte sich unsere Reise um zwei Stunden. Das Pokerspiel begann: werden wir Maienfeld rechtzeitig erreichen für unseren ersten Wettkampteil? Leider nein!!! Doch Alex hatte vorgesorgt und die Wettkampfleitung informiert. Die Stimmung im Car war erstaunlich gut und wir hatten glänzende Ideen, wie wir zum Beispiel auf dem Pannenstreifen mit einer Polizeieskorte dem Stau davon fahren könnten. Doch alles Utopie und so geschah es, dass wir doch diesen Rekruten immer wieder begegneten. Zitat von Adrian; „Lueged döt äne sind die vom Militär!“ – „ Ach nee, die hämmer scho lang gseh!!!“.
Endlich erreichten wir Maienfeld und der FTV konnte zeitgemässe mit dem Wettkampf beginnen. Irgendwie kannten uns bereits alle: „ach ihr seid die, die wir schon 15mal aufgerufen haben“, so wurde Alex begrüsst, als sie sich informierte, wann wir die verpasste Kleinfeldvorführung nachholen können. Danach verlief fast alles nach Plan, als die Gymnastikgruppe den Zauberlehrling vorführen wollte, fiel der Strom aus, doch das konnte schliesslich auch noch behoben werden. Unseren Wettkampf beendeten wir dann mit dem Kleinfeld und wirklich wir konnten sehr zufrieden sein mit unseren Leistungen (siehe unten), man bemerke die vorher erwähnten Umstände!
Nach den Strapazen beschlossen wir in Ruhe in der Unterkunft zu duschen, bevor dann gefeiert werden kann. Doch auch dies stellte sich als ein nicht reibungsloses Unterfangen dar. Irgendwie kamen nicht alle und alles Gepäck in der Zivilschutzanlage an, denn ein Shuttlebus brachte einen Teil von uns in eine falsche Unterkunft in Landquart. Doch nach mehreren Telefonaten und Gesprächen mit dem komplizierten Mann von der Unterkunft, fanden auch die Vermissten den Weg zu uns. Um die Stimmung etwas zu heben, machte sich der Gorgenexpress mit Dani auf den Weg um einen Apèro zu organisieren, der Coop-Tankstelle sein Dank! Erfrischt und gelassen konnten wir das Abendessen geniessen. Leider verlief der Abend nicht ohne weitere Zwischenfälle und Jessis Fotoapparat ist bis jetzt immer noch unauffindbar. Zum Glück aber waren am nächsten Morgen alle wieder fit und munter und konnten unter neidischen Blicken das wahnsinnig super gute riesen Frühstücksbuffet geniessen. Ou, unter all den Zwischenfällen habe ich vergessen zu erwähnen, dass wir unter den besten drei Rasengymnastiken waren und am Graubündner Turncup vom Sonntag mitmachen durften. Die Gymnastikgruppe war auch qualifiziert, doch leider durfte man pro Verein nur einmal starten und so beendeten wir den turnerischen Teil gemeinsam. Zum letzten Mal zeigten wir unsere Gymnastik „EMotion“, genossen das Ambiente in vollen Zügen, denn zum Ersten Mal konnten wir wirklich zum Berg hoch schauen. Kaum zu glauben, der Sonntag verlief ohne Zwischenfälle. Nach der Schlussfeier machten wir uns pünktlich auf den Weg nach Hause. Nach einer kurzen Fahrt erreichten wir Bözen und der Regen begrüsste uns, soll der traditionelle Marsch durch das Dorf nun ins Wasser fallen? Oh nein, wir warteten im Zinggen bei Bruno bis das Gewitter vorüber war und rockten danach mit unserer Musikbox durch Bözen. Unsere 4 jungen Turnerinnen wurden im Brunnen getauft und wir liessen den Abend mit einem gemütlichen Nachtessen im Bären ausklingen. Leider geschah noch ein kleines Missgeschick und einer der Karaffen (Leiterpreise) ging kaputt, aber wie heisst es doch so schön „Scherben bringen Glück“. So ging das etwas andere, spezielle Turnfest mit folgenden Fazit zu ende: Trotz Zwischenfällen lassen wir uns nicht unterkriegen und geben unser Bestes, die Resultate sind der Beweis dafür.

4. Rang, 1. Stärkeklasse, 3-teiliger Wettkampf (Gerätekomi: 9.13, Gymnastik mit Handgerät: 9.51, Gymnastik Kleinfeld: 9.45) = Totalpunktzahl von 28.09

1. Rang, 1-teiliger Wettkampf (9.67 Gymnastik „Zauberlehrling“)

Julia