Turnfahrt nach Hamburg 17. - 19. September 2010

Die Turnfahrt nach Hamburg begann mit viel Adrenalin. Auf dem Weg zum Basler Flughafen standen einige von uns  im Stau, der Flieger sollte um 19:40 starten, der Check in war für sechs angesetzt. Doch dank der grosszügigen Zeiteinrechnung und dem Basler Verkehr, kamen alle noch pünktlich an und wir konnten uns genügend Zeit für den Check-In und die Sicherheitskontrolle lassen. Später merkten wir allerdings, dass alle Aufregung vergebens war da das Flugzeug Verspätung hatte. Unruhig auf unseren Plätzen sitzend warteten wir also gespannt auf den Start, doch als es dann endlich dazu kam wurde Einigen von uns doch etwas unwohl zu Mute. Der Flug war alles andere als Ruhig und während die einen sichtlich Spass an den Turbulenzen hatten, hätten sich die anderen vielleicht doch gewünscht vorher ein paar Reisetabletten geschluckt zu haben.
In Hamburg angekommen fuhren wir mit der U-Bahn zu unserer Jugendherberge. Hier gab es erst einmal einige Höhenmeter zu überwinden, doch das Kofferschleppen lohnte sich. Die Jugendherberge befand sich auf einem kleinen Hügel, auf dem man einen wunderschönen Blick auf den Hafen hatte. Das einchecken geschah recht schnell und nachdem wir einen ersten Blick auf Hamburg bei Nacht warfen oder vor dem Schlafengehen unseren Hunger stillten, vielen alle mehr oder weniger erschöpft ins Bett.

Der Samstag begann mit einem grosszügigen Frühstück und war danach vollkommen dem shoppen gewidmet. In kleineren Gruppen machten wir uns auf, um die Einkaufsläden Hamburg zu entdecken und ich glaube, es ist an dieser Stelle angebracht zu sagen dass man in Hamburg sehr gut sein Geld ausgeben kann. Am Abend zogen alle etwas schönes an. Wir assen im Hotel Hafen ein sehr leckeres Abendessen und liessen uns vom Koch buchstäblich verwöhnen. Nachdem wir alle gut gegessen hatten gingen wir in eine Bar um den ein oder anderen Cocktail zu trinken. Zu viel Zeit durften wir uns allerdings nicht lassen, denn das nächste Highlight wartete schon auf uns. Alex hatte eine Nachtführung über die Reeperbahn gebucht. Wir erfuhren viel wissenswertes über Hamburg, und die Hafenarbeiter und gingen in Box Clubs in denen echte Grössen wie die Klitschko Brüder schon gestanden hatten. Der Abend war alles in allem sehr amüsant. Die Erwachsenen unter uns erforschten auch den ein oder anderen etwas skurrilen Laden, den ich jetzt nicht näher benenn muss. Nach einer langen Nacht kamen wir schliesslich wieder in der Jugendherberge an und genossen den kurzen aber tiefen Schlaf.

Für einige von uns begann der Sonntag extrem früh. Nämlich um fünf Uhr mit einer Besichtigung des berühmten Fischmarktes. Die Langschläfer unter uns konnten sich noch etwas mehr Zeit lassen. Nach dem Frühstück machten wir uns zusammen auf um eine Hafenrundfahrt zu machen. Die zwar etwas kalt aber sehr sehenswert war. Wir liessen uns die berühmte Speicherstadt und Hafencity zeigen. Dies wurde alles von ein paar lustigen Bemerkungen über Steuerbord und Backbord von unserem Kapitän begleitet. An Land teilten wir uns wieder in kleinere Gruppen auf. Sahen uns Hamburg noch etwas genauer an, gingen nochmals shoppen, kamen, wenn auch etwas unfreiwillig in einen recht grossen Krawall von aufgebrachten Fussballfans(was wir natürlich alles auf Videos und Fotos dokumentierten),schauten uns das  Wachsfigurenkabinett an und noch vieles. Die Zeit verstrich sehr schnell und ob wir wollten oder nicht rückte der Abflug immer näher. Viel zu schnell waren in Richtung Flughafen unterwegs. Das einchecken und Abendessen verging wie im Flug. Der eigentliche Flug liess jedoch ziemlich auf sich warten. Denn Easy-Jet meinte es nicht gut mit uns und wir hatten schon wieder Verspätung. Trotz alledem kamen wir müde und auch etwas Wehmütig in der Schweiz an, denn die Turnfahrt nach Hamburg wird für uns alles sicher ein unvergessliches Erlebnis bleiben.

Felicitas