Turnfahrt der DR Bözen im Winter 4./5. April 09

Im Sommer 08 fand keine Turnfahrt statt, weil wir uns entschlossen hatten, diesmal im Winter eine etwas andere Turnfahrt zu machen. Am Wochenende bewegten wir uns zwischen 407 m und 2911 m über Meer.
Am Samstag reisten wir mit Schneeschuhen, Wanderstöcken, Lunch für 2 Tage, LSV (=Lawinen-Verschütteten-Gerät, welches schon bei der Planung für Aufruhr sorgte), Schaufel (Wie geht jetzt das mit dem Ausgraben, wenn man bereits in der Lawine ist?) im Gepäck und in alpiner Ausrüstung mit dem Zug nach Airolo. Dort begrüsste uns Dani, er ist Bergführer und ev. Retter in der Not. Wer weiss? Ein Posti brachte uns gemütlich zu unserem Startort Ossasco, von nun an war fertig mit Gemütlichkeit, denn ein ca. 5-stündiger Aufstieg in die Cristallina Hütte stand uns bevor. Vorher musste noch das Material kontrolliert werden und die Lawinensonden verteilt werden. Schon wieder Lawinen, einigen wurde es etwas mulmig! Dann hiess es Schneeschuhe montieren und Abmarsch. In einer 10ner Kolonne stapften wir durch den Schnee und näherten uns langsam der Hütte. Bei strahlend blauem Himmel genossen wir zu Beginn die Wanderung doch umso näher wir der Hütte kamen, desto froher waren wir. Schliesslich oben angekommen hatten wir uns einen Drink verdient. Hungrig warteten wir auf das Abendessen und dieses war wirklich formidable. Uns fehlte es an nichts und unsere Energiespeicher konnten wir wieder aufladen. Unsere Ladytruppe mit Dani als Hahn im Korb war schon eine Seltenheit in dieser männerdominierenden Berghüttenwelt. Gemütliches Beisammensein und dann ab ins Bettchen. Wir wollten ja fit sein für den morgigen Gipfelaufstieg zur Cristallina.

Am nächsten Morgen waren nicht alleine unterwegs, denn die anderen Hüttengäste hatten das gleiche Ziel. So wie es sich gehört liessen wir der Menge den Vortritt und erreichten dann auch noch den Gipfel. Das Panorama war fantastisch, unglaublich schön! Nach einer Stärkung hiess es dann: „Rutschbahn fahren das ist toll..!“ Denn rutschen geht viel schneller als den Berg hinab zu gehen. Eine weitere Technik ist Springen mit kleinen Sondereinlagen genannt Stürzen.
Bevor wir uns auf den Nachhauseweg machten besuchten wir nochmals die Hütte um uns zu stärken. Danach rutschten, wanderten und sprangen wir den Berg hinunter. Kleine Bemerkung am Rande: Dies geht also viel einfacher, als hoch zu laufen.
Am Nachmittag kamen wir wieder an unserem Ausgangsort an, gaben das Material zurück und bedankten uns bei Dani für seine tolle Führung. Uns blieb nur noch die Heimreise übrig und natürlich die tolle Erfahrung und wunderbare Erinnerungen. Eine gute Nachricht zum Schluss: Das LSV und die Lawinensonde hatten keinen Einsatz und alle kamen gesund und munter (oder mehr oder weniger) zu Hause an.

Julia