Theater 2007 - De Meischterboxer

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Zeitungsbericht

Irrungen und Wirrungen auf der Bühne

Die Laienschauspieler des Dorftheaters führen in der Turnhalle noch dreimal ihr neuestes Stück auf.

Mit Können und viel Liebe zum Detail begeistert das Dorftheater Bözen mit de Meisterboxer uf der Bühne. Ein spannender Abend zum Lachen und Geniessen.

Wenn statt des guten Stückes Fleisch plötzlich nur noch «Gemüseleichen» auf den Tisch kommen und anstelle eines feinen Tropfens das gesunde «Bitterwasser» getrunken werden muss, dann läuten bei gutbürgerlichen Ehemännern alle Alarmglocken. Unterdrückt vom Gesundheitsregime ihrer Gattinnen, verschwören sich Friedrich Breitebach, Hugo Hecht und der verschüchterte Tobias Biberli als Schicksalsgemeinschaft im «Club für neue Lebensweisen». Friedrich Breitebach findet in seinem berühmten Namensvetter, dem wahren Meisterboxer, die Rettung: «Hunger hatte ich und Freiheit brauchte ich, da bin ich eben Boxer geworden.» Durch den vorgetäuschten Sport finden er und seine schwindelnden Komplizen zu Fleisch und Schnaps am Stammtisch.

Geburtstag mit Folgen

Bei Friedrich Breitebachs Geburtstagsfeier beginnt das kühne Vorhaben der Männer ins Schwanken zu geraten. Immer mehr verstricken sich die «Gemüseopfer» in ihren Lügengeschichten. Als Breitebachs vorbildlicher Sohn seine Affäre mit der italienischen Tänzerin Coletta Colani zu verheimlichen versucht und die Tochter als Überraschungsgast mit ihrem Verehrer, dem wahren Meisterboxer Friedrich Breitebach, zu Besuch kommt, gerät langsam, aber sicher alles ausser Kontrolle. Irrungen und Wirrungen häufen sich, und die Eskalation naht. Das «Ende mit Schrecken» in Sicht, werden die Ausreden immer gewagter, die Schwindeleien immer grösser, die Verwechslungen immer fataler. Trotz angedrohter Scheidung und vorgetäuschtem Selbstmord wendet sich schliesslich aber alles über viele Umwege doch noch zum Guten. Das scheinbar unmögliche Happy End der grossen Versöhnungen kommt in Form eines deftigen Fleischgerichts: «Ab heute ess ich, was ich will!»

Vreni Liebhard und Peter Von Gunten ist mit der Aufführung des Schwanks in drei Akten von Otto Schwartz und Carl Mathern ein schöner Theaterabend gelungen. Grosse Gesten und pathetische Mimik zeichnen die verschiedenen Charaktere. Die Laienschauspieler beweisen Talent und Können. Das Publikum kann immer wieder herzlich lachen bei den vielen mit Komik gespickten Szenen. Und damit die Stimmung in der Turnhalle während der Pausen und danach nicht verloren geht, spielt das Duo Pop Alpin aufs neue Jahr Schlagerklassiker zum Mitklatschen und Mitschunkeln: «Ein Prosit der Gemütlichkeit.»

«Ab heute ess ich, was ich will!»: Das Theater Bözen begeistert mit einem Schwank in drei Akten.

Weitere Vorstellungsdaten: 6., 12. und 13. Januar 2007, jeweils um 20 Uhr.